Videokonferenz per Laptop

Für eine Videokonferenz am Laptop ist eine Webcam die Grundvoraussetzung. Doch nicht nur die reine Existenz der Webcam spielt eine Rolle, sondern auch ihre technischen Daten und die sonstige Technik.

Welche Auflösung haben Webcams?

Hierbei kommt es darauf an, ob von internen oder externen Modellen die Rede ist. Momentan liegt die Obergrenze für integrierte Webcams bei einer HD Auflösung gemäß dem 720p Standard. Dies eintspricht einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln beziehungsweise rund 1 Megapixel. Dies ist durchaus genügend für eine sehr gute Bildqualität, sofern die übrigen Rahmenbedingungen entsprechend gut sind.

Eine wesentlich höhere Auflösung bieten externe Webcams, da die größeren Abmessungen mehr Platz für Technik bieten. Hier sticht ein Modell ganz besonders aus der Masse hervor. Die Logitech 4K Pro Webcam ist die weltweit erste Webcam mit einer Auflösung welche dem 4K Standard entspricht. Dies entspricht einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln beziehungsweise 8,3 Megapixeln.

Logitech 4k pro

Logitech 4k pro

 

Frames per Second

Eine hohe Auflösung ist zwar eine wichtige, jedoch nicht die einzig relevante Eigenschaft, welche darüber entscheidet, ob eine Webcam gut oder schlecht ist. In diversen Webcam Tests zeigen sich viele unterschiedliche Faktoren. Da eine Webcam aus Prinzip bewegte Bilder überträgt, kommt es darauf an, dass diese möglichst störungsfrei, insbesondere ruckelfrei übertragen werden. Hierfür ist die Bildübertragungsrate entscheidend. Sie wird meist abgekürzt mit FPS angegeben, was für Frames per Second, übersetzt Bilder pro Sekunde steht.

Das absolute Minimum, welches für eine Videokonferenz noch vertretbar ist, sind 15 FPS. Die Bildübertragungsrate ist darüber hinaus von der Auflösung abhängig. Da hochwertige Kameras dem Nutzer erlauben die Auflösung zu wählen, hängt auch die Bildübertragungsrate damit zusammen. Die Logik dahinter ist simpel: die Technik kann nur eine begrenzte Datenmenge verarbeiten. Wenn die Auflösung höher ist, desto mehr Daten enthält ein einzelnes Bild und desto weniger FPS können verarbeitet werden.

Bei der genannten Logitech Kamera kann zwischen 720p, 1080p und 4K gewählt werden, wobei mit der geringsten Auflösung bis zu 90 FPS, bei mittlerer Auflösung bis zu 60 FPS udn bei 4K noch immer sehr gute 30 FPS erreicht werden können.

 

Weitere Flaschenhälse

Neben den Spezifikationen der Webcam gibt es zwei weitere Flaschenhälse, welche die Videokonferenz ruinieren können. Der erste davon ist der Anschluss der Webcam an den Laptop. Zwar sind die verschiedenen USB-Normen meist zwischen einander kompatibel, jedoch nicht gleichwertig. Wer eine hochwertige Webcam mit USB 3.0 Stecker an eine USB 2.0 oder nur 1.0 Buchse anschließt, büßt sehr viel Übertragungsgeschwindigkeit ein. Dies setzt sich auch beim Internet fort, denn die Datenübertragung via WLAN ist einersets etwas langsamer und andererseits wesentlich störungsanfälliger als bei einer kabelgebundenen Verbindung zum Router, weshalb auch hier Qualität verloren geht. Letztlich spielt auch die reine Geschwindigkeit des Internets eine entscheidende Rolle.

 

Hardware des Konferenzpartners

Daneben spielt auch die Technik am anderen Ende der Leitung eine wichtige Rolle. Niemandem nützt die 4K Webcam am tausende Euro teuren Laptop und die 50.000 kBit/s DSL Leitung, wenn das Gegenüber minderwertige Technik hat!

Alleine ein Notebook mit 4K Display, welches die 4K Webcam-Bilder in voller Auflösung darstellen kann, kostet über 1.100 EUR!

Author: Anna

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