Niigata Seiryo University, Niigata, Japan
Die Niigata Seiryo University ist eine private japanische Universität in der Präfektur Niigata. Sie wurde 2000 eröffnet und ist auf die Ausbildungsgebiete Pflegewissenschaften und Wohlfahrt spezialisiert. Zur Fakultät für Pflegewissenschaft, Sozialarbeit und Psychologie gehören eigenständige Institute für diese Gebiete, über diese spezialisierte Ausbildung hinaus ist die Universität aber auch bestrebt, das allgemeine Bewusstsein für die gegenseitigen Beziehungen und die Notwendigkeit einer Integration der Bereiche Pflege, Gesundheitsfürsorge, Wohlfahrt und Psychologie zu stärken und ihren Studenten umfassende praktische Fertigkeiten zu vermitteln.
In der Präfektur Niigata gibt es 25 Universitäten, Junior Colleges und Technologiecolleges. Alle diese Bildungseinrichtungen unterscheiden sich nach Größe, Standort und Bildungsangebot, sie müssen jedoch gleichermaßen darum kämpfen, eine ausreichende Zahl von Studenten anzuziehen und junge Menschen auszubilden, die die Präfektur für ihre Zukunft dringend benötigt. Die Geburtenrate in Japan sinkt, die Bevölkerung altert schnell, und die immer weniger werdenden Studenten suchen oft ihre Bildungsmöglichkeiten in anderen Teilen Japans. Eine 2007 durchgeführte Untersuchung zur Meinung von Studenten der Präfektur Niigata zum Pflegeberuf ergab darüber hinaus, dass Niigata möglicherweise bald mit einem Mangel an ausgebildeten Pflegekräften rechnen muss, da nur 6,5 % der Teilnehmer an der Umfrage Interesse an Berufen in der Pflege bekundeten, und dass von diesen wiederum lediglich 60 % daran interessiert sind, in ihrer Heimatpräfektur zu arbeiten.
2007 äußerte ein von der Präfektur Niigata eingesetztes Expertenkomitee, dass die höheren Bildungseinrichtungen solche Probleme nicht allein angehen, sondern „zusammenarbeiten sollten, um sich gemeinsam diesen Aufgaben zu stellen“, um die Skalierungsvorteile einer solchen Kooperation nutzen zu können. Das Ergebnis war, dass die Niigata Seiryo University 2008 als Vertreter der Präfektur Niigata einen Antrag beim Strategic University Partnership Support Project des japanischen Erziehungsministeriums stellte, um Unterstützung für die Schaffung eines Universitätskonsortiums aus privaten und öffentlichen Universitäten einer Region zu erhalten. Niigata Seiryo reichte einen Plan mit dem Titel "Beiträge zur regionalen Entwicklung durch kollegiale Partnerschaft bei kurzfristigen und umfassenden Maßnahmen für die Sicherung und die Ausbildung menschlicher Ressourcen für Niigata" ein. Das Ministerium nahm diesen Plan an, und insgesamt zehn öffentliche und private Universitäten und Junior Colleges aus Niigata bildeten eine Partnerschaftsstruktur zur Implementierung von Maßnahmen zur Talentförderung in ihrer Region.
Niigata ist die fünftgrößte der 47 Präfekturen Japans. Sie verfügt über eine große Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung, ein gebirgiges Territorium und wird im Winter oft von heftigen Schneefällen heimgesucht. Die entferntesten Universitäten liegen mehr als 160 km Luftlinie auseinander, und die Fahrt zwischen ihnen dauert mehr als zwei Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vielbeschäftigte Führungskräfte der Universität, die zusätzlich zu ihren regulären Aufgaben für die Implementierung der Partnerschaft verantwortlich sind, machten sich erhebliche Sorgen über die Zeit, die sie für Fahrten zwischen den Universitäten aufwenden mussten, wie auch wegen der Schwierigkeiten, die Zeitpläne der Teilnehmer an den zahlreichen Meetings miteinander zu koordinieren. Auch die Reisekosten wurden als erschwerender Faktor für häufige Treffen gesehen.
Die Universitäten entschieden sich, an neun Standorten ein Videokonferenzsystem zu installieren und so die Infrastruktur für die Überwindung geographischer Barrieren zu schaffen. Im Mai 2008 begannen sie mit der Prüfung vorhandener Angebote, und nach dem Vergleich der Systeme unterschiedlicher Anbieter entschied man sich im Oktober 2008 für LifeSize Room, da dieses System mit HD-Video und -Sound eine wirklich lebensechte Kommunikation ermöglicht. Ein weiterer Grund für die Wahl der HD-Qualität von LifeSize Room ist die Tatsache, dass dieses System nicht nur für Videokonferenzen, sondern auch für Fernunterrichtsanwendungen und ähnliche Einsatzgebiete zwischen den Universitäten geeignet ist.
Die neun Universitätsstandorte sind über eine Multipoint-Bridge in der Niigata Seiryo University verbunden. Die flexible Bandbreitenunterstützung von LifeSize Room hält die Belastung der Bandbreitekapazität der Universitätsnetzwerke auf minimalem Niveau.
„Zunächst machten wir uns Sorgen wegen einer eventuellen Belastung der Bandbreite des Universitätsnetzwerks durch das System und planten, die Bandbreitennutzung zu kontrollieren, dies erwies sich aber als absolut nicht erforderlich“, sagt Yasushi Mikami, der für die IT-Systeme der Niigata Seiryo University verantwortlich ist und die Bereitstellung der Videokonferenzsysteme beaufsichtigte. „Darüber hinaus verwenden einige der Universitäten für die Videokonferenzen 1 MB/s-ADSL-Verbindungen und verfügen so nur über eingeschränkte Bandbreitenressourcen. Keine der Verbindungen brach jedoch ab, und ich bin von der Klarheit von Bild und Ton unter diesen Umständen wirklich begeistert. Die Codec-Technologie von LifeSize ermöglicht auch bei niedrigen Bandbreiten ein hochauflösendes Bild, was ich für sehr bemerkenswert halte.“
Das an der Niigata Seiryo und an neun weiteren Universitäten der Präfektur im Dezember 2008 in Betrieb genommene LifeSize HD-Videokonferenzsystem hilft nicht nur dabei, jeder der Institutionen ca. US$ 330 an Reisekosten pro Meeting zu sparen, es ermöglichte auch ein bislang nicht für möglich gehaltenes Zusammenarbeitsniveau zwischen den Universitäten durch monatliche und weitere regelmäßige Besprechungen. Zu den Erfolgen im ersten Jahr der Partnerschaft durch die verbesserte Kommunikation sind u.a. gemeinsam organisierte Veranstaltungen für Studenten und die aktive Nutzung des Systems zum Austausch von Informationen für den Kampf gegen die neue Grippe und die Vorbereitung auf Katastrophenfälle zu zählen. Die Partnerschaft begann mit 10 Universitäten und wurde inzwischen auf 13 Institutionen ausgedehnt.
„Unterschiede bei Größe, Spezialisierung und regionalen Eigenheiten hatten die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Universitäten bislang sehr erschwert“, sagt Tomonori Furuyama, der die Implementierung des Videokonferenzsystems als Verantwortlicher für das Partnerschaftsprojekt an der Niigata Seiryo University vorgeschlagen und geplant hatte. „Für die Zukunft hoffen wir, das Videokonferenzsystem noch intensiver zu nutzen, nicht nur für Verwaltungsmeetings, sondern auch für weitere Aktivitäten zur Verbesserung der Servicequalität unserer Universitäten und unseres Lehr- und Verwaltungspersonals. Ganz speziell denken wir dabei etwa an gemeinsame Schulungen für Verwaltungsmitarbeiter, gemeinsamen offenen Unterricht und an andere Fernunterrichtaktivitäten.“
Die HD-Qualität des LifeSize Room-Videokonferenzsystems eröffnet uns Möglichkeiten für viel mehr unterschiedliche Anwendungen, als dies bei herkömmlichen Systemen mit Standardauflösungen der Fall wäre.
Hier klicken zum Download der PDF-Version dieser Fallstudie.