Los Angeles Community College District, Los Angeles, Kalifornien, USA
Der Los Angeles Community College District (LACCD) ist mit jährlich beinahe 200.000 Studenten der größte Collegebezirk der USA und einer der größten der Welt. Der Umfang seiner Aktivitäten ist enorm.
LAACD ist sich seiner Verantwortung für den Umweltschutz bewusst und nimmt daher eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet umweltfreundlicher Aktivitäten ein. Dabei geht es besonders um eine nachhaltige Betriebsführung und umweltfreundliche Einrichtungen. Durch Anleihen aus den Jahren 2001 und 2003 verfügt der LACCD über US$ 2,25 Mrd. für sein nachhaltiges Bau- und Renovierungsprogramm. Das Bond Construction Program wurde von den Wählern in Los Angeles angenommen und ist eines der weltweit größten Programme seiner Art.
Eines der ehrgeizigsten Ziele des Programms besteht darin, alle neun LACCD-Einrichtungen bis 2009 von der öffentlichen Energieversorgung unabhängig zu machen. Durch die Vor-Ort-Erzeugung von Solarenergie auf jedem Campus und eine zentrale Einrichtung für erneuerbare Energien wird der LACCD ausreichend Energie für jeden Campus erzeugen. Der Energiestrategieplan des Bezirks sieht auch die Nutzung von Wind- und geothermischer Energie, Verträge für die Konservierungseffizienz und ein an Nachhaltigkeit orientiertes Curriculum vor, jeweils angepasst an die besonderen Anforderungen jedes Campus. Im Rahmen der neuen Bauprojekte werden nur umweltschonende Gebäude nach den LEED®-Zertifizierungsstandards konstruiert.
Obwohl diese Initiativen die Umweltbilanz der LACCD-Einrichtungen verbesserten, stellte die Größe des Bezirks das System vor zusätzliche Probleme: Kosten, Zeit und die Umweltbelastung durch den Pendlerverkehr. Die neun Standorte des LACCD sind über ein Einzugsgebiet von mehr als 2200 qkm verteilt. Mit einem stark verteilten Netzwerk von Entscheidungsträgern, darunter das Board of Trustees, Bezirksverwaltungsmitarbeiter und Campus-Bauprojektteams, mussten manche Teilnehmer fast 100 km für eine einzige Besprechung fahren. Dies war nicht nur kostspielig und zeitraubend, insbesondere vor dem Hintergrund des unberechenbaren Verkehrs in Los Angeles, es passte auch überhaupt nicht zu den Energieeffizienzinitiativen des LACCD.
Vor der Realisierung des milliardenschweren Anleihenplans wurde LACCD klar, dass ein langfristiger Technologieplan benötigt würde. Unter anderem gehört dazu die Einführung von HD-Videokonferenzlösungen. Gleich zu Beginn plante LACCD, sich im Rahmen seines Technologieplans intensiv für die Nutzung vorhandener Ressourcen einzusetzen.
Die Videokommunikation war für LACCD kein neues Konzept. In vergangenen Jahren wurden Videosysteme mit Standardauflösung genutzt, die Technologie wurde jedoch nicht umfassend angenommen. „Die älteren Systeme wirkten sich negativ auf die Produktivität aus: Die Bildqualität war schlecht, Bewegungen ruckelig und die Systeme nicht sehr benutzerfreundlich“, sagt Jorge Mata, Provisional CIO bei LACCD. „Schließlich wurden sie überhaupt nicht mehr verwendet, da sie keine natürliche Interaktion zwischen den verschiedenen Standorten ermöglichten.“
Der Bezirk benötigte eine sinnvollere Lösung. Die wichtigsten Anforderungen des LACCD:
LACCD beauftragte Subodh Kumar, IFMA Fellow und President von Chartered Facility Management Group, Inc., einem führenden Beratungsunternehmen, mit der Erstellung eines Technologiemasterplans, der den Bezirk in das nächste Jahrzehnt führen sollte. Kumar und sein Team führten eine vier Monate dauernde, strenge Überprüfung aller Hersteller von Videokommunikationslösungen durch und erstellten eine objektive Ausschreibung mit den Anforderungen des LACCD (sowie den Anforderungen des Kalifornischen Erziehungsministeriums).
„Das LifeSize-Produkt erfüllte alle Kriterien der Ausschreibung am besten“, so Kumar. „Der Erfolg von Videokonferenzen beruht auf lebensechter, präziser und detaillierter Videoqualität, natürlicher Audioqualität und nahtlosen Umgebungen, in denen die Teilnehmer das Gefühl haben, sich im selben Raum zu befinden. LifeSize leistet genau das“, sagt er.
An den neun Standorten, zwei Satellitenstandorten und in der Zentrale des LACCD wurden 23 LifeSize-Systeme, darunter LifeSize® Room™ und LifeSize® Express™, installiert. Darüber hinaus wurde eine LifeSize® Multipoint™ 24-Port-Bridge installiert, zusammen mit LifeSize® Gateway™, das die ISDN-zu-IP-Konnektivität ermöglicht. Die LifeSize® Control™-Verwaltungssoftware und HD-Dokumentenkameras gehörten ebenfalls zu dieser Implementierungsphase.
„Die Videomeetings werden sehr schnell angenommen“, sagt Larry Eisenberg, Executive Director of Facilities Planning and Development des LACCD. „Wir haben die älteren Systeme und Webcams ausprobiert, aber nichts funktionierte wirklich in Echtzeit. Heute sind auf Knopfdruck persönliche Gespräche mit der Zentrale möglich, wofür viele Teilnehmer früher mindestens eine Stunde Fahrtzeit (und eine Stunde für die Rückfahrt) in Kauf nehmen mussten. Wir sorgen dafür, dass unsere Leute weniger reisen müssen und steigern gleichzeitig die Produktivität.“ Und mit der kürzlichen Zunahme der Kilometerkosten um 17 % kann LACCD für die erzielten Einsparungen noch weitere Programme für positive Veränderungen unterstützen. Und dadurch wird auch sichergestellt, dass das Geld des Bezirks dorthin gelangt, wo es am nötigsten gebraucht wird – in die Schulen.
Heute werden die LifeSize-Videosysteme hauptsächlich für Besprechungen der Leitungsteams und Treffen im Rahmen der Campus-Bauprojekte verwendet. Für die Zukunft ist auch der Einsatz für den Fernunterricht geplant. Im November 2008 ging es darum, die Zustimmung der Wähler für eine weitere Anleihe zu erhalten, diesmal in Höhe von 3,5 Mrd. US$ für Campus-Bauprojekte, einschließlich von Fernunterrichtseinrichtungen. Bei einer ständig steigenden Schülerzahl ist es im Bereich des LACCD zunehmend erforderlich, dass Lehrer „an zwei Orten gleichzeitig“ sein können. Wenn es soweit ist, wird ein Lehrer auf dem Los Angeles Harbor-Campus einen Kurs in einem speziellen Videoraum geben können, der dann direkt für Schüler in Los Angeles Valley, 50 km bzw. zwei Stunden entfernt, auf einen großen Bildschirm übertragen wird.
„Um es ganz einfach auszudrücken“, so Mata, „entfernt LifeSize zwei Barrieren aufs Mal: Entfernung und Zeit. In der Zukunft wird das Durchführen von Videoanrufen so selbstverständlich sein wie das Telefonieren – und wir arbeiten mit großer Begeisterung daran, dass dies Wirklichkeit wird.“
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