Case Western Reserve University, Cleveland, Ohio, USA
Diese Universität wurde 1967 durch den Zusammenschluss des Case Institute of Technology (1880 von dem Philanthropen Leonard Case Jr. gegründet) und der Western Reserve University (1826 als Western Reserve College gegründet) gebildet. Sie bietet Programme in Geistes- und Naturwissenschaften, Zahnmedizin, Ingenieurwissenschaften, Jura, Management, Medizin, Pflegewissenschaft und Sozialwissenschaften an.
In der Rangfolge des U.S. News & World Reports 2008 nimmt das Grundstudium der Universität in Ohio den ersten und unter allen amerikanischen Universitäten Platz 41 ein. Die besten Werte erzielen die medizinische Fakultät (derzeit die Plätze 21 und 28 für Forschung und Primärversorgung bei US News) und das Institut für Biomedizin-Engineering, das unter den Grund- und Hauptstudienprogrammen den siebten Platz einnimmt. 2006 erreichte Case in einem Ranking der Times Platz 26 in den USA und Platz 60 weltweit. 2005 hatte die Universität 4186 Studenten im Grundstudium und 5766 Studenten im Hauptstudium und in weiterführenden Studiengängen. Die Studierenden kommen aus allen 50 US-Bundesstaaten und 82 Ländern.
Case Western hat immer schon intensiv auf moderne Technologien gesetzt. So ist die Universität ein echter „Videokonferenzveteran“ und gehörte zu den ersten, die HD-Video auf dem Campus nutzten. Tatsächlich war die CWRU einer der fünf ersten Kunden von LifeSize. 2005 führte CWRU die weltweit erste Live-Teleoperation in HD durch. Anhand der 1-MB/s-Videoübertragung an die zu einem Mittagessen versammelten Spender konnten Chirurgen im Universitätsklinikum in Cleveland eine laparoskopische Operation direkt aus dem Operationssaal in HD vorführen.
Heute verfügt Case über eine ganze Abteilung nur für die Videokommunikation. Case MediaVision ist für die Bereitstellung herkömmlicher audiovisueller Services, technisch ausgestatteter Hörsäle sowie für eine Reihe „videozentrierter“ Technologien verantwortlich, die das Gigabit-zu-Desktop-Netzwerk der Universität optimal nutzen sollen. Bei Case bieten Videokonferenzen zahllose Möglichkeiten für viele der Institute der Universität. Besprechungen mit Teilnehmern an unterschiedlichen Standorten, Vorstellungsgespräche mit Bewerbern oder Gespräche mit externen Unternehmen, Fernunterricht und die Projektzusammenarbeit sind nur einige Beispiele dafür, wie die Universität diese Technologie derzeit nutzt.
Im Zuge der campusweiten Nutzung der Videokommunikation wuchs auch der Bedarf. 2008 begann die Instructional Technology and Academic Computing (ITAC)-Gruppe der Universität damit, den einzelnen Instituten die Möglichkeit zu bieten, Anträge für Videoconferencing Opportunity Grants zu stellen. Im Rahmen dieses Programms kann jedes Institut von der Universität bezahlte Videosysteme beantragen. Im Zuge des wachsenden Bedarfs benötigte Case ein Videokommunikationssystem, das mehrere Kriterien erfüllen musste.
Zentrale Anforderungen:
Nachdem Mike Kubit, Director of MediaVision der Universität, und sein Team das Videoconferencing Opportunity Grant-Programm angekündigt hatten, wurden sie mit Anträgen überhäuft. Etwa 30 Institute der Universität wollten sofort Videokommunikationseinrichtungen erhalten. Nach Abwägung der Optionen kamen Kubit und sein Team zu dem Schluss, dass das LifeSize® Team™-Produkt die Anforderungen am besten erfüllte.
„Die Vorteile von HD sind klar“, sagt Kubit. „Bei LifeSize bekommen Sie eine außergewöhnliche Qualität, die Systeme sind einfach zu bedienen und zu installieren, das Produkt ist kosteneffektiv und vollständig mit anderen Systemen kompatibel.“
Schon bald erkannten die Institute der Universität, was Kubit und sein Team bereits wussten. LifeSize ermöglicht ein wirklich lebensechtes Erlebnis. „Die lebensechte Qualität der LifeSize-Systeme ist der wichtigste Aspekt“, sagt Kubit. „Je realistischer die Qualität, desto intensiver nimmt man an dem Gespräch teil, weil man auch die Mimik und nichtverbale Kommunikationssignale seiner Gesprächspartner gut erkennen kann.“
Seit der Implementierung von LifeSize liegt die Nutzung der Systeme bei Case bei etwa 5.000 Minuten pro Monat. Die Technologie wird für eine Vielzahl der verschiedensten Anwendungen intensiv eingesetzt.
Im Rahmen der Partnerschaft der Universität mit den Universitätskliniken von Cleveland können Chirurgen mit LifeSize Chirurgieunterricht direkt in die Hörsäle der Medizinstudenten an der Case Western Universität übertragen. Im Case Career Center können Studenten ihre ersten Vorstellungsgespräche mit potenziellen Arbeitgebern per LifeSize-Video durchführen. In der Abteilung für studentisches Wohnen mussten die Bewohner des Nord- und des Südcampus früher mit dem Bus zu Treffen und Studiengruppen fahren. Jetzt können sie an beiden Standorten LifeSize dazu nutzen – weniger Fahrten und mehr Konzentration auf die Sache. Viele Hörer der Informatiklehrveranstaltungen der Fakultät für Pflegewissenschaft, die eine Kombination aus Gesundheitsmanagement und IT bieten, arbeiten bereits als Pfleger und Krankenschwestern in Krankenhäusern der Region. Jetzt können sie per Fernunterricht über LifeSize an diesen Lehrveranstaltungen teilnehmen.
Und im Institut für Elektrotechnik und Informatik bleibt Mehran Mehregany, Goodrich-Professor für Innovative Technologie, mit seinen Studenten in Verbindung, auch wenn er sich in seinem Heimbüro in San Diego befindet. 2007 bat die Universität Mehregany, eine Präsenz der Universität in Südkalifornien einzurichten. Da es darum ging, Beziehungen zu der großen Gruppe fortgeschrittener Studenten und Doktoranden unter seiner Leitung aufrechtzuerhalten, war die Kommunikation ohne Video eine Herausforderung. „In den ersten sechs Monaten hatten wir kein LifeSize“, sagt Mehregany. „E-Mail und Telefonkonferenzen waren unsere einzigen Kommunikationsmittel, was überhaupt nicht effektiv war. Die menschliche Psyche ist eben so geartet, dass man seinen Gesprächspartner sehen möchte, und genau das fehlte uns.“
Jetzt verfügt Mehregany über ein LifeSize-System in seinem Büro in Case Western und ein identisches System in seinem Heimbüro in San Diego. Wenn Studenten ihn sprechen möchten, gehen sie dazu einfach in sein Büro. „Die Videokommunikation mit meinen Studenten hat die Qualität unserer Interaktionen vollständig verändert“, sagt Mehregany. „Diese Technologie ist unverzichtbar für das, was wir tun.“ Mehregany und sein Team nutzen auch die H.239-Datenfreigabefunktion. Bei Verbindung mit einer Dokumentenkamera können sie winzige Elektromotoren betrachten und in Echtzeit zusammenarbeiten. „Wenn ich in Case Western auftauche, haben meine Studenten nicht das Gefühl, dass ich überhaupt weg war. Einer meiner Kollegen erzählte mir, dass die Frage „Wo ist Mehran?“ oft mit „auf dem Bildschirm“ beantwortet wird.
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